Rechnen und Malen: Kinder eigene Einmaleins-Aufgaben erfinden lassen
- Abenteuer Grundschule

- vor 4 Tagen
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Gerade beim Einmaleins habe ich oft nach Materialien gesucht, die nicht nur das reine Rechnen trainieren, sondern Kinder wirklich aktiv ins Denken bringen und zeitgleich motivierend sind. Mir ist dann aufgefallen, dass viele Kinder Aufgaben zum Rechnen und Malen mögen. Und sicherlich haben diese Rechen-Mal-Aufgaben aus Gründen der Motivation auch ab und an ihre Berechtigung. Doch ganz zufrieden war ich damit nie. Und so kam ich auf die Idee, die Kinder die Aufgaben zum Rechnen und Malen selbst erfinden zu lassen. Ja, du hörst richtig! Und wie das funktioniert, erfährst du in diesem Blogartikel. Spoileralarm: es ist viel einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht.
Zuerst gestalten die Kinder das Lösungsbild so, wie es ihnen gefällt. Damit legen sie selbst fest, wie das Bild am Ende aussehen soll, wählen bewusst Farben aus und setzen sich schon vor dem Rechnen intensiv mit der Vorlage auseinander. Das ist für viele Kinder besonders motivierend, weil sie nicht einfach nur ein fertiges Einmaleins-Arbeitsblatt bearbeiten, sondern ihr eigenes Ergebnisbild entwickeln.
Danach wird es richtig spannend: Zu jedem Feld mit vorgegebenem Ergebnis denken sich die Kinder eine passende Malaufgabe aus. Die ausgedachten Aufgaben schreiben die Kinder in gemischter und beliebiger Reihenfolge auf das Arbeitsblatt. Neben jeder Aufgabe notieren sie zusätzlich die jeweilige Farbe, in der das Feld später ausgemalt werden soll.
Genau hier liegt die besondere Stärke dieser Unterrichtsidee. Denn das Erfinden eigener Aufgaben vertieft das Verständnis für Rechenoperationen und fördert einen deutlich flexibleren Umgang mit dem Einmaleins. So wird aus einem klassischen Rechnen-und-Malen-Material für die Grundschule eine Denkaufgabe, bei der Kinder mathematische Zusammenhänge aktiv herstellen. Zudem müssen die Kinder sehr strukturiert vorgehen, damit sie am Ende wirklich für jedes Feld genau eine passende Aufgabe aufgeschrieben haben.
Anschließend kann das Arbeitsblatt von einem anderen Kind wie ein gewöhnliches Rechnen-und-Malen-Blatt bearbeitet werden. Natürlich muss zunächst die ausgemalte Lösungsvorlage versteckt werden. Aber dann kann das andere Kind Aufgaben ausrechnen und die passenden Felder in einer neuen Malvorlage ausmalen. Am Ende können beide Kinder ihre ausgemalten Bilder vergleichen und sich so selbstständig kontrollieren. Sollte es Abweichungen geben, können sich die Kinder gemeinsam auf Fehlersuche begeben. Genau diese Verbindung aus Einmaleins-Training und Selbstkontrolle sowie kreativem und kooperativem Arbeiten macht dieses Vorgehen so empfehlenswert für den Matheunterricht in Klasse 2 und 3. Es eignet sich besonders gut für Übungsphasen im Matheunterricht, für Zusatzaufgaben, die Freiarbeit, Lerntheken oder die letzten Wochen vor den Sommerferien.
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